Diesen Kommentar habe ich von Diggers auf Diaspora* übernommen.

diggers@diaspora-fr.org

Es ist ein Rand auf einen TAZ-Artikel. Der fordert das in Kriegszeiten keine Rücksicht auf die Natur (Und im Speziellen auf Schweinswale) genommen werden kann.

Es ist aus dem Bauch heraus geschrieben und enthält viel Wahrheit .. auch ohne Schweinswale. So hier lese..


Leute, Leute, ihr scheint es immer noch nicht verstanden zu haben.
Die Linke wurde Stück für Stück langsam aufgekauft und dafür gibt es auch einen Grund. Die Proteste, die sich im ersten Jahrzehnt dieses Jahrtausend überall auf der Welt gezeigt haben, waren ein riesiges Problem für den Kapitalismus.
Führende Kräfte haben erkannt, dass es neben der Ausweitung des Überwachungsstaates auch eine Infiltration in die Organisationen bedarf.
Zunächst wurde die NGOs zu den führenden neoliberalen Zielen.
Sie haben auch früher immer wieder, gerade im Ausland, dazu gedient, Interessenpolitik zu machen, aber erst nach den großen Protesten gegen die Globalisierung wurden sie zu der führenden Waffe des Kapitals.
Das heißt, die Umweltpolitik, die Menschenrechte, Gleichstellungsrechte, etc. wurden plötzlich das Auffangbecken um wirklich linke, anti-kapitalistische Kritik in Keim zu ersticken.
Die von Nancy Fraser als progressiver Neoliberalismus bezeichneter Wandel des Kapitalismus hat sein den seit Beginn dieses Jahrtausend immer weiter ausgeweitet, aber seinen Ursprung hatte er schon Anfang der 90er.

Aufgrund der Themen die für eine Minderheit von privilegierten Menschen durchaus eine Verbesserung eingebracht hat, ist es fast unmöglich geworden, diese Ideologie zu kritisieren.

Nehmen wir jetzt das Thema Umwelt.
In Wahrheit haben wir kein CO₂. Problem, sondern ein Problem mit den Ressourcen. Der Kapitalismus, der sich bislang ohne große Sorgen der Ressourcen bedienen konnte, kommt angesichts der schwindenden Ressourcen und den steigenden Protesten gegen ihre Verschwendung an seine Wachstumsgrenze.
Also verspricht ein Umstieg auf eine sauberere Energiequelle eine Besserung.
Aber nur, wenn mensch den Kapitalismus nicht verstanden hat.
Geringere Ressourcen und wachsende Widerstände führen letztlich dazu, dass weniger Ressourcen verbraucht werden können. Sollte es gelingen, scheinbar saubere Energie zu verwenden, den Widerstand zu schwächen, würde dies zwangsweise wieder zu vermehrte Ressourcennutzung und damit wäre genau das gegenteilige von dem erreicht, was sich heute leider immer noch einige Leute innerhalb des Kapitalismus versprechen.

Wie paradox das Ganze ist, zeigt sich auch in der gegenwärtigen Situation.
Angeblich besteht keine Zeit mehr, das Klima zu retten. Manche AlarmistInnen sprechen von einem Zeitrahmen von vielleicht 3 Jahren.
Aber jetzt ist es wichtiger, 30 Millionen Menschen in einem Krieg ein scheinbar besseres Leben zu bescheren, als die ganze Menschheit zu retten?
Dies geschieht durch eine enorme Aufrüstung von Produkten, deren Verbrauch atemberaubend ist.
Bestehende Energielieferungen werden infrage gestellt, dafür werden neue Anlagen gebaut.
Neubau von Anlagen bedeutet immer Energieverbrauch durch den Bau selbst und durch den Transport und die Produktion der Baumaterialien.

Aber damit nicht genug. Als Alternative zu einer bestehenden konventionellen Analalge, die bestimmt nichts saubere Energieversorgungen sichern, werden noch schmutzigere Energie-Rohstoffe gefördert,

Um was geht es jetzt hier also eigentlich?

Um die Umwelt kann es nicht gehen, das müsste doch jetzt jeder der zumindest in der Lage ist ein Buch noch richtig herum zu halten, begriffen haben.

Es geht hier um die Erhaltung dieses kapitalistischen Systems und Kapitalismus bedeutet eben Konkurrenz.
Jede Partei versucht in der gegenwärtigen Situation einen Vorteil zu ziehen und Vorteil bedeutet immer mehr Kapital umzuschlagen.
Die Natur und die Menschen, also deren Schutz, sind dabei immer nur vorgeschobene Aspekte.

Und auch wenn es alle als Verschwörung bezeichnen. Die Medien haben immer im Dienste des Kapitals gestanden.
Das heißt nicht, dass jedeR JournalistIn lügt, aber es muss unterschiedenen werden zwischen den/die einzelne JournalistInnen und die System-stützenden Medien.
Jedes System erträgt einen geringen Anteil an Abtrünnige, wenn die Stoßrichtung die gleiche bleibt. Sie sind sogar dienlich, weil mensch so nach Außen objektiv wirken kann.

So ist es dann auch bei der taz, die als damalig wirklich mal alternatives Blatt natürlich zu einer der Haupt-Infiltrationsziele des Neoliberalismus wurde und diesem sehr bereitwillig nachgab.
Um sich dennoch noch immer mit einen gewissen Ruf zu schmücken, werden immer mal wieder abtrünnige Beiträge eingeflechtet, damit, das Blatt, wie jetzt auch hier zu sehen, im Falle eine wirklich system-relevanten Entscheidung, wieder als Speichellecker das System fungieren kann.