Ich hab den Stiefel-Nazi von der Straße nie als Feind gesehen.

Gut vielleicht mal mit 16 als ich auf die Fresse bekam. Aber sonst sehe ich den eher als Opfer. Ich habe auch keine Angst vor der AfD. Man sollte lieber Angst haben, dass es so was wie die AfD gibt und dass sie sich als die Letzten aufspielen können, die noch eine „Meinung“ vertreten und nicht nur „Interessen“ und dass das sogar noch manchmal stimmt. Mein Feind ist nach wie vor das zynische System, was all das möglich macht. Welches uns der politischen Räume berauben will (sei es durch Repräsentation oder Privatisierung der akuten Probleme). Freiheit und politische Räume benötigen wir aber, um all das auszuhandeln, auch die Irrtümer, auch und gerade die widerstreitenden Interessen. Mein Feind sind nicht die Menschen (auch nicht die, die ich nicht mag – mal von paar pathologischen Fällen abgesehen) Mein Feind bleibt Staat, Nation und Kapital!